Johann Sebastian Bach (Eisenach, 21. März 1685 – Leipzig, 21. Juli 1750) war ein angesehener deutscher Komponist und Organist der Barockzeit. Er war ein Meister der Fuge, des Kontrapunktes und des Chors. Er war einer der produktivsten Komponisten der westlichen Musik. Einer seiner großen Vorbilder war Dietrich Buxtehude.
Bach wird als einer der besten Komponisten des Barocks angesehen und für viele ist er der beste Komponist der Musikgeschichte. Leider wurde diese Anerkennung zu seiner Zeit nicht gewürdigt. Viele seiner Werke sind von intellektueller Tiefe mit einem emotionalen Hintergrund. Seine Werke sind technische Meisterstücke, die auch dafür verantwortlich sind, dass viele Menschen Generationen lang von den Werken des Meisters Bach fasziniert waren - besonders nachdem sich die Werke Bachs mit Hilfe von Felix Mendelsohn herumsprachen.
Hans von Bülow verbindet Bach aufgrund des wohltemperierten Klaviers I und des wohltemperierten Klaviers II mit den „drei B’s der Musik“ (Bach, Beethoven, Brahms). Bach kam in einer Musikerfamilie in Thüringen auf die Welt. Seine Mutter starb, als er 9 Jahre alt war. Ein Jahr später starb auch sein Vater Ambrosius Bach. Sein Vater war ein Stadtmusikant und lehrte seinem Sohn die Anfänge der Musik. Er lebte und studierte mit seinem Bruder zusammen.
Sein Bruder Johann Christoph Bach war 16 Jahre älter und war Organist in Ohrdruff. Bach lernte schnell das Orgel Spielen und das Komponieren von Stücken. Christoph, sein Bruder, war jedoch von dem Talent seines Bruders nicht begeistert. Sebastian fragte einst seinen Bruder Christoph, ob er ihm Pachelbel’s Werke zeigen könnte, damit er davon lernen könnte, Christoph verweigerte dies jedoch.
Bild rechts: Leipzig - 1720
Während Christoph nachts schlief, kopierte Sebastian heimlich die Werke und konnte somit von ihnen lernen. Diese Kopien waren Sebastian jedoch leider nicht von Nutzen, da Christoph die Kopien fand und zeriss. Es wird auch vermutet, dass das Kopieren der Werke im Dunkeln, Sebastians spätere Blindheit hervorrufte.
Als Sebastian 15 Jahre alt war, fand er heraus, dass er ein unverkennbares Talent ist. 1703, als Sebastian 18 Jahre alt war, stieg Bach, dank seines Talents zum Organisten in Arnstadt auf. 1705 lief Bach den ganzen Weg von Arnstadt nach Lübeck, um den berühmten Organisten Buxtehude, den Bach so bewunderte, zu sehen, um ihm seine Werke zu präsentieren. Diese Reise kostete ihm seinen Job und zwang ihn einen neuen zu suchen. Der neue Job war in Mülhausen, wo er seine Cousine Maria Barabara wieder traf, diese heiratete und sieben Kinder mit ihr zeugte.
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Bach meldete sein Mädchen beim Chor der örtlichen lutheranischen Kirche an. Dadurch entstanden bürokratische Unannehmlichkeiten, die zu Bach’s Entlassung führten. Maria Barbara wurde plötzlich krank, während Bach auf Reisen war und starb. Nach diesem schrecklichen Schicksalsschlag schrieb Bach zum Andenken an Maria Barbara seine besten Werke. Zu dieser Zeit schrieb er auch seine ersten Kantate. In 1708, ein Jahr später, wurde er zum Organist des Hofes ernannt und in 1714 wurde er Leiter des Orchesters des Großherzoges Wilhelm Ernst in Weimar.
Von 1717 bis 1723 war Bach Kapellmeister an dem Hof von Prinz Leopold von Anhalt-Köthen. 1720 starb seine erste Frau und ein Jahr später heiratete er erneut. Seine zweite Frau war die Sängerin Anna Magdalena Wülcken. Von 1723 bis zu seinem Tode, war Bach der Kantorleiter an der Thomaskirche in Leipzig.
Bild links: Orgel der Sankt Thomas Kirche, Leipzig
Er war sogar auf den Hof von Friedrich II. eingeladen worden. Er starb 1750 nach einer schief gelaufenen Augenoperation. Bach erblindete und man vermutet, dass seine Blindheit durch unbehandelten Diabetes und durch das Kopieren der Werke im Kerzenschein verursacht wurde.
Bach hatte eine große Familie. Er hatte sieben Kinder aus erster Ehe und dreizehn Kinder aus zweiter Ehe. Vier seiner Söhne aus zweiter Ehe wurden anerkannte Komponisten. Unter ihnen auch Wilhelm Friedemann Bach (1710 -1784), der laut Patriarch der begabteste von allen seinen Söhnen war. Carl Philipp Emanuel Bach, (1714 – 1788) über den Mozart eine gute Meinung hatte war jedoch wohl der berühmteste seiner Söhne. Johann Christian Bach (1735 – 1782) war in England sehr bekannt.
Jedoch brachte das Vertrauen, dass Bach in Wilhelm Friedemann steckte, schlimme Konsequenzen nach Bachs Tod mit sich. Friedemann hatte eine gespaltene Persönlichkeit und wechselte seine Jobs sehr oft. Dadurch steckte er oft in finanziellen Schwierigkeiten.
Diese Schwierigkeiten führten häufig zum Verkauf von Partituren seines Vaters. Dadurch gingen einige Werke von Johann Sebastian Bach für immer verloren (Vielleicht wären diese Werke heutezutage so anerkannt wie die Matthäus-Passion und die Johannes-Passion) Wenn Carl Philipp Emanuel Bach die Werke seines Vaters nicht bewahrt hätte, dann wäre die Menschheit um diese Bereicherungen ärmer gewesen.
Ein auffälliger Aspekt in Bach’s Leben ist die Tatsache, dass er zu Lebzeiten nicht viel Anerkennung bekommen hat. Die meisten sahen in ihm nur einen Organisten. Als Komponist war er für viele auch unzeitgemäß und einfallslos. Die Werke Händels und Telemann waren damals höher angesehen. Nach Bach’s Tod, geriet er in Vergessenheit. Sein Sohn Carl Phililip Emanuel wurde jedoch als Gründer des Klassizismus hoch anerkannt.
Foto rechts: Grab von J.S. Bach vor dem Altar – Bürgermeister der St. Thomaskirche, Leipzig Anne Schneider’s persönliches Archiv – Brasilianische Organistin
Johann Sebastian Bach Leben ( English )
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